Das Boot: Phantom 29 – Genzel Werft

Bukh-Werkstatthandbuch

Prospekt Seekreuzer Phantom

SELDEN_Riggtrimm

Segelverhalten

Die Phantom 30 ist ein sicherer und stäbiger Segler. Das große überlappende
Vorsegel ist zusammen mit dem kleinen Großsegel ein charakteristisches
Merkmal der Siebziger Jahre, stört aber bei Segelmanövern. Eine leichte
Luvgierigkeit ist ebenfalls spürbar, kann durch den Traveller auf dem Cockpitsüll allerdings gut kontrolliert werden.
Bei wenig Wind hat sie klare Nachteile, da sie leicht untertakelt ist. Ab drei bis vier Beaufort lebt die Phantom allerdings auf und tastet sich an die
Rumpfgeschwindigkeit heran. In diesem Windfenster liegen klar die Vorteile. Das
Reffen ist erst sehr spät von Nöten und wenn es mal richtig weht, fühlt man sich
rundum sicher auf dem Schiff. Trotz einiger Nachteile kann das Segelverhalten
dennoch überzeugen. Schließlich ist die Phantom 30 ein Fahrtensegler. Und als
Fahrtensegler macht sie eine durchweg gute Figur.

Der Innenausbau ist in dunklem Teak gehalten und sehr solide ausgeführt. Dies schafft ein gemütliches Ambiente unter Deck. Das U-Sofa an Backbord kann mit wenigen Handgriffen zu einer Doppelkoje umgestaltet werden und bietet zudem auch reichlich Staumöglichkeiten unter den Bänken.
Eine Hundekoje an Steuerbord und die Doppelkoje im Vorschiff bieten Platz für fünf Personen.
Bei fünf Personen an Bord sollte man sich allerdings schon lieb haben. Besser segelt und lebt es sich zu dritt oder zu viert an Bord der Phantom 30. Der Kartentisch lässt sich aus der Hundekoje ziehen und wird über ihr arretiert. Es gibt auch Ausbauversionen mit einem festen Kartentisch, der aber sehr klein ausfällt und den Schlafplatz einengt. Die Pantry an Steuerbord ist für
damalige Verhältnisse großzügig gehalten und wird durch reichlich Stauraum für Kochutensilien, Geschirr und Vorräte praktisch ergänzt. Zwischen Salon und Vorschiff befindet sich die separierte Nasszelle und der Kleiderschrank, der reichlich Platz bietet.

Quelle: Kai Köckeritz – http://www.sy-technika.de/schiff